Startseite Alle Semester Physikum erklärt Lernmaterial Schnellzugriff MSC SharePoint-Cloud ↗
Muslimische Hochschulgruppe der Charité

Dein Studium, von Studierenden für Studierende gebündelt.

Eine Plattform für alle zehn Semester des Modellstudiengangs Medizin – mit Ausarbeitungen, Anki-Decks, Prüfungsprotokollen und ehrlichen Tipps für jede Prüfung.

مَن طَلَبَ العِلمَ وَجَدَ النور

„Wer das Wissen sucht, findet das Licht.“

10
Semester + PJ
12
Stationsprüfungen
100+
Lernmaterialien
Karteikarten & Decks
Wähle dein Semester

Zehn Semester, ein klarer Weg.

Jedes Semester hat eine eigene Seite: Überblick, anstehende Prüfungen, und alle Materialien an einem Ort. Aktuell vollständig ausgearbeitet ist das 2. Semester – die übrigen folgen Schritt für Schritt.

01· Sem
Grundlagen & Einstieg
Erste Module, Notfallwoche, Untersuchungskurs – das Fundament.
In Vorbereitung
02· Sem
Module M5–M8
Wachstum, Gesundheit & Gesellschaft, Wiss. Arbeiten, Blut & Immunsystem – mit SMPP & MC-Klausur.
Vollständig
03· Sem
Anatomie
Schwerpunkt makroskopische & mikroskopische Anatomie, Präpkurs.
In Vorbereitung
04· Sem
SMPP · Stationsprüfung
8 Stationen (4 mündlich, 4 praktisch). Teil 2 & 3 der Stationsprüfung.
In Vorbereitung
05· Sem
MC-Klausur · Physikum
Die große Multiple-Choice-Prüfung – Teil 2 des Physikums.
In Vorbereitung
06· Sem
Hausarbeit · Physikum
Wissenschaftliche Hausarbeit – Teil 3 und Abschluss des Physikums.
In Vorbereitung
07· Sem
Klinik I
Übergang in den klinischen Abschnitt, erste Fächer.
In Vorbereitung
08· Sem
Klinik II
Vertiefung der klinischen Module.
In Vorbereitung
09· Sem
OSCE
Objective Structured Clinical Examination – klinisch-praktisch.
In Vorbereitung
10· Sem
Klinik · Abschluss
Letztes reguläres Semester vor dem Praktischen Jahr.
In Vorbereitung
PJ
Praktisches Jahr
Drei Tertiale in der Klinik & das 3. Staatsexamen. Materialien folgen.
Bald verfügbar
Gut zu wissen

Wie das Physikum im Modellstudiengang funktioniert

Statt einer einzigen großen Prüfung am Ende des 4. Semesters ist das Physikum an der Charité in drei gleich gewichtete Teile aufgeteilt – das macht das Bestehen deutlich entspannter.

33 %

Stationsprüfungen

Insgesamt 12 Stationen – verteilt auf das 2. und 4. Semester. Bestanden ab 60 % im Mittel aller Stationen.

2. & 4. Semester
33 %

MC-Klausur

Die große Multiple-Choice-Prüfung über den vorklinischen Stoff.

5. Semester
33 %

Hausarbeit

Eine wissenschaftliche Hausarbeit rundet das Physikum ab.

6. Semester
Schnellzugriff

Übergreifende Sammlungen

Springe direkt zu den gebündelten Materialien des 2. Semesters – weitere Semester folgen.

Altklausuren & Protokolle

Gesammelte Klausuren & Gedächtnisprotokolle.

Ausarbeitungen

Geprüfte Zusammenfassungen, kurz bis ausführlich.

Allgemeines

Studienorganisation, Ablaufpläne & Wissenswertes.

Anki-Decks

Karteikarten-Sammlungen für jedes Fach.

Startseite 2. Semester
Vorklinik · 2. Semester

Das 2. Semester im Überblick

Vier Module, zwei Prüfungen, ein Ziel. Hier bekommst du zuerst eine kurze Orientierung – welche Module dich erwarten und worauf es ankommt – und steigst dann in die beiden Prüfungen ein: die Stationsprüfung (SMPP) und die MC-Abschlussklausur am Semesterende.

Beide Prüfungen sind sehr gut machbar.

Die SMPP zählt als Teil des Physikums, und für die MC bleibt danach genug Zeit – die Themen überlappen stark. Mit den Materialien hier und etwas Planung schafft ihr beides locker.

Worum geht es im 2. Semester?

Das 2. Semester umfasst vier Pflichtmodule (M5–M8) über 13 Modulwochen, an die sich die Prüfungsphase anschließt. Den Anfang machen Wachstum & Gewebe und Gesundheit & Gesellschaft, danach folgen die wissenschaftlichen Grundlagen und das Blut- & Immunsystem. Am Ende stehen zwei Prüfungen: die praktisch-mündliche Stationsprüfung (SMPP) und die schriftliche MC-Abschlussklausur.

M5Wachstum & Gewebe
M6Ges. & Gesellschaft
M7Wiss. Arbeiten
M8Blut & Immun
SMPP
MC
Woche 1← 13 Modulwochen →Prüfungsphase →
Modul 5 · Wachstum, Gewebe, Organ · 4 Wochen Modul 6 · Gesundheit & Gesellschaft · 3 Wochen Modul 7 · Wissenschaftliches Arbeiten I · 3 Wochen Modul 8 · Blut & Immunsystem · 3 Wochen Danach · Prüfungsphase: SMPP & MC-Abschlussklausur

Die vier Module

Worum es in jedem Modul kurz geht – tippe auf ein Modul für die ausführliche Modulseite mit allen Modulwochen, dem Aufbau, den Merkmalen und konkreten Lerntipps. Aktuell vollständig ausgearbeitet: Modul 5 bis Modul 8.

M5

Wachstum, Gewebe, Organ

Die fünf Grundgewebe (Epithel-, Binde-/Stütz-, Fett-, Muskel-, Nervengewebe), Synthese & Abbau der extrazellulären Matrix, Zellzyklus, Differenzierung & Apoptose – und die Embryologie von der Eizelle bis zu den drei Keimblättern.

4 ModulwochenSMPP: Biochemie, Biologie & Anatomie/Histologie
Zur Modulseite
M6

Gesundheit und Gesellschaft

Gesellschaftliche, ökonomische & demografische Einflüsse auf Gesundheit, Biographie & Persönlichkeit, psychosoziale Faktoren sowie soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit im ärztlichen Alltag.

3 ModulwochenSMPP: MedSoz / MedPsych
Zur Modulseite
M7

Wissenschaftliches Arbeiten I

Forschungsfelder & Studienarten, der Forschungsprozess, Methoden der Datenerhebung und Statistik. Kernstück ist das eigene kleine Wissenschaftsprojekt („Dies scientiae").

3 ModulwochenLeistung: wiss. Arbeit + VortragSMPP: MedSozio (Themenkomplex 8)
Zur Modulseite
M8

Blut und Immunsystem

Makro- & mikroskopischer Aufbau und Funktion von Blut und Immunsystem, Normalbefunde in Anamnese & Untersuchung sowie ausgewählte Erkrankungen und ihre Diagnostik.

3 ModulwochenSMPP: Biochemie, Anatomie & Histologie
Zur Modulseite

Wichtige Termine im Sommersemester 2026

Die wichtigsten Infoveranstaltungen und Pflichttermine auf einen Blick. Die Anmeldefristen für SMPP & MC findest du weiter unten beim Ablauf der Prüfung.

13.04.2026
Moduleinführung Modul 5 — Hörsaal Innere Medizin, Sauerbruchweg 2.
06.05.2026
Infoveranstaltung Modul 7 „Wissenschaftliches Arbeiten" — 10:00–10:45 Uhr, Kopsch-Hörsaal (CCM), Philippstr. 11.
15.–19.06.2026
Projektwoche Modul 7 — Gruppenarbeit mit Abschlusspräsentation. Im Stundenplan evtl. noch leer, trotzdem komplett freihalten!
24.06.2026
Infoveranstaltung zur Stationenprüfung (SMPP) — Innere Medizin, Sauerbruchweg 2.

Worauf es ankommt

Ein paar Dinge, die euch das Semester leichter machen:

📅 Zwei Anmeldungen
  • Für SMPP und MC meldet ihr euch getrennt über campus.charite.de an – im selben Anmeldezeitraum.
  • Beide Prüfungen finden an unterschiedlichen Tagen statt.
🧬 Roter Faden Biochemie
  • Module M5 und M8 sind Biochemie- und SMPP-relevant – früh dranbleiben lohnt sich.
  • Vieles baut auf den Grundlagen des 1. Semesters (M2–M4) auf.
⏱️ Reihenfolge nutzen
  • Die SMPP kommt vor der MC. Wer sich gründlich auf die Stationen vorbereitet, hat es danach bei der MC deutlich leichter – die Themen überlappen stark.
1
Prüfung 1 · Teil des Physikums

SMPP — die Stationsprüfung

Vier Stationen an einem Tag: zwei praktische, zwei mündliche. Erfahrungsgemäß sehr gut machbar – Durchfallen ist nahezu ausgeschlossen.

01 Aufbau der SMPP

Die Stationenprüfung ist eine semesterübergreifende Gesamtprüfung aus insgesamt zwölf Stationen, verteilt auf das 2. und 4. Semester. Im 2. Semester legst du Teil 1 mit vier Stationen ab: zwei praktische im OSCE-Format (objektive, strukturierte klinische Prüfung) und zwei mündliche Grundlagenfach-Stationen. Zusammen entsprechen alle drei Teile grob einem Drittel des Physikums.

4
Teil 1 · nach dem 2. FS

Dein Abschnitt

2 OSCE-Stationen (praktisch) + 2 Grundlagenfächer (mündlich).

4
Teil 2 · nach dem 4. FS

Grundlagenfächer

Vier mündliche Stationen. Folgt später.

4
Teil 3 · nach dem 4. FS

OSCE

Vier praktische Stationen. Folgt später.

Die zwölf Stationen werden als eine Prüfung gewertet: Besteht du sie insgesamt nicht, wird die komplette Stationenprüfung wiederholt – höchstens zweimal. Insgesamt hast du also drei Versuche (ein regulärer Antritt + zwei Wiederholungen).

02 Die vier Stationen im Detail

Zwei mündliche und zwei praktische Stationen. Die praktischen laufen im OSCE-Format (je 8 Min), die mündlichen als Grundlagenfach-Prüfung (je 10 Min). In Biochemie wirst du immer geprüft; das zweite mündliche Fach ist entweder Anatomie/Biologie oder Medizinische Soziologie/Psychologie/Sozialmedizin.

Mündlich · Pflichtfach · 10 Min

Biochemie

Abgefragt werden Module M2–M4 aus dem 1. Semester sowie M5 und M8 aus dem 2. Semester. Insgesamt 19 Themenkomplexe.

M2M3M4M5M8
Mündlich · Wahlfach · 10 Min

Anatomie / Biologie / Soziologie

Anatomie: Grundlagen 1. Sem + M8 · Biologie: Grundlagen 1. Sem + M5 · Soziologie: gesellschaftswissenschaftliche Inhalte (MedSoz / Gesundheit & Gesellschaft).

Anatomie · M8Biologie · M5Soziologie · MedSoz
Praktisch · OSCE · 8 Min

Basic Life Support

Inhalte aus der Notfallwoche in Modul 1 – Reanimation (Erwachsene & Baby) und der Body-Check.

Notfallwoche · M1REABody Check
Praktisch · OSCE · 8 Min

Untersuchungskurs

Praktische Fähigkeiten aus den U-Kursen des 1. & 2. Semesters. In der Praxis wiederholen sich häufig bestimmte „Altfälle“.

U-Kurs 1. SemU-Kurs 2. Sem

03 Bestehen & Notenrechnung

Bestanden ist die Stationenprüfung, wenn das arithmetische Mittel aller zwölf Stationsbewertungen mindestens 60 % erreicht – du musst also nicht jede einzelne Station bestehen. Da sechs Stationen praktisch sind und erfahrungsgemäß sehr gut bewertet werden, lassen sich schwächere mündliche Leistungen gut ausgleichen. Drei Beispiele aus der Handreichung:

Fallbeispiel 1 · komfortabel
  • Biochemie97 %
  • Anatomie97 %
  • BLS92 %
  • U-Kurs100 %

SMPP 297 %

Fallbeispiel 2 · solide
  • Biochemie50 %
  • Soziologie90 %
  • BLS92 %
  • U-Kurs100 %

SMPP 283 %

Fallbeispiel 3 · trotzdem bestanden
  • Biochemie20 %
  • Anatomie0 %
  • BLS80 %
  • U-Kurs80 %

SMPP 245 %

Die „SMPP 2"-Werte sind nur der Mittelwert der vier Stationen aus Teil 1. Die 60-%-Grenze gilt für das arithmetische Mittel aller zwölf Stationen (Teil 1, 2 und 3) – ein schwächerer Teil 1 lässt sich also später über die Teile 2 und 3 noch ausgleichen.

04 Ablauf, Termine & Anmeldung

Die Anmeldung läuft – wie bei der MC-Prüfung – über campus.charite.de. Im 2. Semester sind das zwei getrennte Anmeldungen (SMPP und MC) im selben Zeitraum. Du kannst nur den gesamten Teil 1 anmelden, nicht einzelne Stationen.

Anmeldung · 1. Termin
16.06. – 29.06.2026
Anmeldung · 2. Termin
25.08. – 07.09.2026
Prüfungsphase · 1. Termin
20.07. – 07.08.2026
Ergebnisse · 1. Termin
vsl. 26.08.2026

Quelle: Bekanntmachung „Termine und Fristen SoSe 2026" des Prüfungsausschusses. Die genauen Prüfungstage werden zufällig zugeteilt – halte die ganze Prüfungsphase frei.

Infoveranstaltung zur SMPP: Mittwoch, 24.06.2026.

Innere Medizin, Sauerbruchweg 2. Das offizielle Infomaterial liegt auf Moodle unter Modul 08 › „M08-Vortrag-Info Stationenprüfung", der Fragenkatalog im Campusnet unter Prüfungen › mündlich-praktische Prüfung › „Stationenprüfung 1 – Grundlagenfächer".

Ladung & Tag
Tag, Uhrzeit und Räume erfährst du spätestens 7 Kalendertage vorher über campus.charite.de. Diese Online-Veröffentlichung gilt als Ladung – es kommt keine zusätzliche Mail oder Post.
Zwei Ladungen
Du bekommst zwei Ladungszeiten und zwei Räume (im Virchowweg 23): vormittags zu den OSCE-Stationen, nachmittags desselben Tages zu den Grundlagenfächern.
Anwesenheit & Klebchen
Bei der ersten (Vormittags-)Ladung: Anwesenheitskontrolle mit Lichtbildausweis, kurze Einführung und Ausgabe der Klebchen/Etiketten (Name + Matrikelnr.). Die gibst du an jeder Station ab – nicht verlieren, nachmittags wieder mitbringen. Die Prüflingseinführung kommt vorab digital als PDF.
Glockensignale
Jede Station startet und endet mit einem Klingeln. OSCE: Zwischenklingeln nach 6 Min (noch 2 Min). Grundlagenfächer: Zwischenklingeln nach 7 Min (noch 3 Min). Nach dem Schlussklingeln den Raum sofort verlassen.
Mitbringen
Kittel, Stethoskop (für die OSCE-Stationen) und Lichtbildausweis.
Ergebnisse & Feedback
Nicht am Prüfungstag, sondern pro Station in Prozent über campus.charite.de (1. Termin: vsl. 26.08.2026). Für die OSCE-Stationen gibt es zusätzlich eine „Erweiterte Rückmeldung" als PDF; ein mündliches Feedback gibt es nicht.
Wiederholung
Die Stationenprüfung lässt sich höchstens zweimal wiederholen – und immer als Ganzes (alle Teile).
Separater Tag
SMPP und MC-Prüfung finden an unterschiedlichen Tagen statt.
1. Ladung · vormittags
2 OSCE-Stationenje 8 Min · praktisch
dazwischen
Pausezwei getrennte Ladungen
2. Ladung · nachmittags
2 Grundlagenfächerje 10 Min · mündlich
Krank am Prüfungstag?

Den Rücktritt möglichst vor Prüfungsbeginn der prüfenden oder aufsichtführenden Person anzeigen und unverzüglich eine ärztliche Bescheinigung der Prüfungsunfähigkeit im Referat vorlegen. Dann zählt der Versuch nicht und kann nachgeholt werden. Ohne Nachweis wird die Prüfung mit „nicht bestanden" gewertet. Wer erst nachmittags zu den Grundlagenfächern erscheint, gilt als gar nicht angetreten.

05 Häufigkeiten der Prüfungen

Welche Stationen kommen wie oft dran? Aus den Auswertungen der letzten Semester – nutze das als Orientierung für deine Schwerpunkte.

Praktische StationHäufigkeit
Notfall (BLS) — kommen immer dran
Body Checkimmer
REA Babyimmer
REA Erwachseneimmer
Körperliche Untersuchung (U-Kurs)
Untersuchung Herzimmer
Untersuchung Abdomenimmer
Kopf-Hals-Untersuchungeinmal vorgekommen

Biochemie · 19 Themenkomplexe — golden markiert = besonders häufig geprüft

1 Chemie & Funktion von Nukleotiden & Nukleinsäuren
2 Replikation
3 Genexpression
4 Gentechnik
5 Posttranslationale Modifizierung & Transport
6 Zellzyklus, Differenzierung, Apoptose, Nekrose
7·8 Aminosäuren · Struktur & Funktion von Proteinen
9 Funktion & Eigenschaften von Enzymen
10 Proteine des Zytoskeletts
11 Bindegewebe & Knochen
12 Chemie & Stoffwechsel der Lipide
13 Membranaufbau & Membrantransporte
14·15 Kohlenhydrate · Energie-Stoffwechsel
16 Regulation des Stoffwechsels
17 Hormone & Signaltransduktion
18 Blut, Hämostase, Eisenstoffwechsel
19 Immunologie

06 Offizielle Unterlagen

Die maßgeblichen Originaldokumente des Prüfungsbereichs auf Campusnet – immer die verbindliche Quelle, falls sich etwas ändert.

SMPP-Lernmaterialien

Alle Materialien zur Stationsprüfung an einem Ort – jede Kategorie öffnet den passenden SharePoint-Ordner (mit Charité-Login). Neue Dateien, die ihr in den Ordner legt, erscheinen dort automatisch, ohne dass die Webseite angefasst werden muss. Unter jedem Block steht kurz, warum ihr ihn nutzen solltet.

2
Prüfung 2 · Semesterabschluss

MC — die Abschlussklausur

Die schriftliche Multiple-Choice-Klausur über die Module des 2. Semesters – 80 Fragen in 120 Minuten, am Semesterende.

Was dich erwartet

Jedes Semester endet mit einer Multiple-Choice-Semesterabschlussklausur. Im 2. Semester deckt sie vor allem die Module M5–M8 ab und baut auf den Grundlagen der vorherigen Module auf. Das Bestehen ist Voraussetzung für die Leistungspunkte (ECTS) der Module.

Umfang
80 Fragen in 120 Minuten – Multiple-Choice, schriftlich.
Inhalt
Über die Inhalte der Module M5–M8, aufbauend auf den vorherigen Modulen.
Zeitpunkt
Am Ende des Semesters, an einem anderen Tag als die SMPP.
Anmeldung
Separat über campus.charite.de – im selben Anmeldezeitraum wie die SMPP.
Voraussetzung
Bestehen ist Bedingung für die ECTS der Module des 2. Semesters.
Ergebnisse
Wie bei der SMPP etwa einen Monat später über HIS einsehbar.
Die gute Nachricht: ihr habt fast alles schon gelernt.

SMPP und MC überlappen thematisch stark. Wer sich gründlich auf die Stationen vorbereitet hat, muss für die MC nur noch gezielt wiederholen – am besten mit Altklausuren und den Anki-Decks im Ordner „MC-Prüfung".

✅ So bereitest du dich vor
  • Alte MC-Klausuren durcharbeiten (Ordner „MC-Prüfung").
  • Mit den Anki-Decks „MSC 2.MC" und „Tellme (M05–M08)" wiederholen.
  • Schwerpunkt auf M5 & M8 (biochemielastig) sowie die Inhalte aus M6 & M7.
📌 Nicht verwechseln
  • Diese MC ist die Semesterabschlussklausur des 2. Semesters – nicht die große MC-Physikumsklausur, die erst im 5. Semester ansteht.

MC-Lernmaterialien

Speziell für die schriftliche MC-Abschlussklausur – jede Kategorie öffnet den passenden SharePoint-Ordner (mit Charité-Login). Unter jedem Block steht kurz, was euch erwartet und wie ihr es am besten nutzt.

Tipps & Empfehlungen zur SMPP

Konkrete Empfehlungen aus der Handreichung – Fach für Fach.

🫁 Basic Life Support
  • Lernen mit dem „BLS-Skript“ und „U-Kurs & Notfall“.
  • Tutorien buchen: BLS, Erste Hilfe und Traumatologie.
🩺 Körperliche Untersuchung
🧬 Biochemie
  • Unterschätze den Umfang nicht – 19 Themenkomplexe.
  • Mit den vorhandenen Ausarbeitungen lernen – sehr gute Grundlage.
  • Beim Vertiefen auf häufig geprüfte Themen konzentrieren (Häufigkeitstabelle).
  • AMBOSS-Playlist „Stoffwechselwege" (YouTube) für die zentralen Stoffwechselthemen.
🦴 Anatomie
Und danach? Die MC-Prüfung wird leichter.

Die Themen von SMPP und MC überlappen stark. Wer sich gründlich auf die Stationen vorbereitet hat, kommt mit der MC-Prüfung im 5. Semester gut zurecht – selbst ohne intensives Kreuzen. Ihr schafft das! 💪

Organisatorisches & gut zu wissen

Ein paar Dinge, die über das ganze Semester laufen – am besten gleich merken.

✅ Anwesenheit in Moses bestätigen
  • Für alle Lehrveranstaltungen – bestätigbar ab 14 Tage vorher bis direkt danach.
  • Keine Nachtragungen! Fehlt die Bestätigung, erst die Lehrenden anschreiben, dann moses@charite.de (mit Modul, Veranstaltung, Gruppe & Termin).
📞 Dozent*in erscheint nicht?
  • Das Lehrsekretariat der Veranstaltung anrufen – nicht das Modulsekretariat.
🛠️ Fehler in der Lehre? TIRS
  • Das anonyme Fehlermeldesystem der Charité – erreichbar über Intranet, Campusnet und Moodle.
← Zurück zur Übersicht
Startseite 2. Semester Modul 5
Modul 5 · 2. Semester

Wachstum, Gewebe, Organ

Das große Histologie- und Embryologie-Modul des 2. Semesters. Es spannt den Bogen vom einzelnen Gewebe über das Zusammenspiel in ganzen Organen bis zur Entwicklung des Menschen aus einer einzigen Zelle – der befruchteten Eizelle.

Dein wichtigstes Werkzeug heißt Mikroskop.

M5 lebt von der Histologie. Wer früh und regelmäßig mit dem virtuellen Mikroskop der Charité und den Amboss-Videos übt, hat es in den Kursen, in der SMPP und in der MC-Klausur deutlich leichter. Alle Tools findest du weiter unten.

Worum geht es in Modul 5?

Der menschliche Körper besteht aus Organen, die sich aus wenigen Grundgeweben zusammensetzen – und alle gehen letztlich auf eine einzige Zelle zurück: die befruchtete Eizelle. Modul 5 zeigt diesen Bogen Schritt für Schritt: wie Zellen zu Geweben werden, wie Gewebe in Organen zusammenwirken und wie aus einer Zelle ein ganzer Organismus entsteht.

Die fünf Grundgewebe

EpithelgewebeOberflächen, Drüsen & Sinnesepithel
Binde- & StützgewebeKnorpel, Knochen & Matrix
FettgewebeSpeicher & Polster
MuskelgewebeQuergestreift, glatt & Herz
NervengewebeSchwerpunkt peripherer Nerv

Was du am Ende können sollst

  • Struktur & Funktion der verschiedenen Gewebe erläutern.
  • Molekulare Prinzipien von Proliferation, Differenzierung, Morphogenese & Apoptose erklären.
  • Fehlsteuerung des Wachstums als Krankheitsursache an Beispielen erläutern.
  • Wachstum, Umbau & Abbau von Gewebe in verschiedenen Lebensphasen einordnen.
  • Die Bedeutung von Umweltfaktoren & eigenem Verhalten für pathologische Gewebeveränderungen einschätzen.

Die vier Modulwochen

Modul 5 ist in vier Modulwochen gegliedert – jede mit einem eigenen POL-Fall als rotem Faden. Die ersten beiden Wochen drehen sich um die Gewebe, danach geht es um Zellteilung & Differenzierung und schließlich um die Embryologie.

Woche1

Grundgewebe I

POL 05-1 · „Klein und zerbrechlich"
Was ist ein Gewebe?EpithelgewebeBinde- & StützgewebeKnorpel & Knochen (Osteon)extrazelluläre Matrix · Kollagen I & IVVitamin CKnochenstoffwechsel & Frakturheilungnormales Wachstum · PerzentilenHisto-Kurse I & II
Woche2

Grundgewebe II

POL 05-2 · „Hilfe, mein Bein wird dicker"
Muskelgewebe · SarkomerNervengewebe · Schwann-ZellenRanvier-SchnürringBlut- & LymphgefäßeVaskulo- & AngiogeneseMetaplasie & DysplasieStofftransport · OsmosePharmakokinetikder MagenBarrett-ÖsophagusHisto-Kurs III
Woche3

Zelluläre Differenzierung

POL 05-3 · „Was hat mein Baby da am Nacken?"
Zellzyklus · Cycline / CDKCheckpoints · RbProto-Onkogene & Tumorsuppressoren · p53EpigenetikApoptose vs. NekroseMamma · TDLE · HER-2neu · BRCAUltraschall-GrundlagenMeiose & KeimzellbildungDarm-Polyp · venöse Insuffizienz
Woche4

Allgemeine Embryologie

POL 05-4 · „Was für eine Überraschung"
Befruchtung & ImplantationGastrulation · KeimblätterEkto-, Meso- & EndodermPlazenta · Eihäute · ZwillingeMorphogenese & StammzellenTeratologie · Thalidomid · Valproinsäurefetales AlkoholsyndromEmbryo-Praktikum · Huhn & Maus

Pflichtaufgabe: das Teratologie-Seminar

In Modulwoche 4 steht das Seminar „Teratologie – kongenitale Fehlbildungen" an. Dafür müsst ihr in der Gruppe eine Präsentation vorbereiten – und das fängt schon zu Modulbeginn an, nicht erst kurz vorher. Verpasst den Start in Woche 1–2 nicht.

So läuft die Vorbereitung abDie Seminargruppe wird in 4 Untergruppen geteilt · keine Benotung
  1. 1
    Gruppeneinteilung & Präparat herausfinden – auf Moodle nachsehen, welcher Untergruppe und welchem Präparat ihr zugeteilt seid (Dokument „Anschreiben an die Studierenden").
  2. 2
    Präparat im Museum besuchen – euer zugeteiltes Präparat steht im Berliner Medizinhistorischen Museum.
  3. 3
    Fall im Selbststudium erarbeiten und die Präsentation in der Untergruppe fertigstellen.
  4. 4
    Im Seminar (MW4): zwei Untergruppen werden ausgelost und stellen vor. Danach werden die Materialien für alle bereitgestellt.
📁 Moodle: Modellstudiengang 2.0 › 2. Semester › Modul 05 › Modulwoche 4 › M05-S-Teratologie – kongenitale Fehlbildungen

Aufbau & Merkmale

Was dieses Modul ausmacht

Histologie-lastig
Drei Mikroskopie-Praktika plus freies Mikroskopieren – das praktische Herz des Moduls. Für alle Praktika gilt Kittelpflicht.
Ein roter Faden
Vom Molekül (extrazelluläre Matrix, Kollagen) über die Zelle (Zellzyklus) zum Gewebe, zum Organ (Magen, Mamma) bis zum Embryo.
Klinischer Bezug
Vier Patientenvorstellungen: Barrett-Ösophagus, Darm-Polyp, venöse Insuffizienz und fetales Alkoholsyndrom.
Fundament
Legt die Basis für alle Organmodule (M9–M16) sowie für M17 „Systemische Störungen" und M19 „Neoplasie".

Highlights, auf die du dich freuen kannst

Patientenvorstellung · fetales AlkoholsyndromEin einprägsamer klinischer Fall zur Teratologie.
Seminar „Von der Welle zum Ultraschallbild"Mit Gelegenheit, selbst zu schallen.
Erster U-Kurs in der PädiatrieKlinische Untersuchung & Anamnese bei Kindern und Jugendlichen.

So lernst du am besten

M5 hat drei sehr unterschiedliche Lernfelder – jedes will anders angegangen werden.

🔬 Histologie – der Kern
  • Nicht auswendig lernen, sondern aktiv mikroskopieren: Strukturen aufsuchen, benennen, skizzieren.
  • Virtuelles Mikroskop der Charité & Amboss-Videos parallel zu den Kursen nutzen.
  • Die drei Histo-Kurse direkt nachbereiten, solange die Bilder frisch sind.
🧬 Biochemie & Zellbiologie
  • Schwerpunkte: Kollagensynthese & extrazelluläre Matrix, Zellzyklus, Onkogene/Tumorsuppressoren, Apoptose.
  • Genau diese Themen sind SMPP-relevant – früh dranbleiben.
  • Mit den vorhandenen Ausarbeitungen lernen (sehr gute Grundlage).
👶 Embryologie
  • Embryologie ist abstrakt – lernt sie am besten mit Videos, dann wird sie viel greifbarer.

Womit du lernst

Für Modul 5 gibt es zwei Werkzeuge, die du unbedingt nutzen solltest – plus ein paar bewährte Ergänzungen.

Lehrbücher & Atlanten

Lüllmann-Rauch · Taschenlehrbuch HistologieAusführlich, mit starkem Zellbiologie-Teil (auch fürs SMPP).
Welsch · Lehrbuch HistologieSehr ausführlich, viele schöne Abbildungen.
Kühnel · Taschenatlas HistologieKompakter Atlas – ideal für den Endspurt.
Endspurt Vorklinik · HistologieKompakt & prüfungsorientiert.
Löffler/Petrides · BiochemieFür Matrix, Kollagen, Zellzyklus & Stoffwechsel.
Benninghoff/Drenckhahn · Taschenbuch AnatomieEmbryologie-Kapitel liest sich gut „in einem Rutsch".
Ulfig/Brand-Saberi · Kurzlehrbuch EmbryologieKompakter Einstieg in die Embryologie.
Drews · Taschenatlas EmbryologieSchritt-für-Schritt-Bilder der Entwicklung.

Kostenlose Portale & Videos

Ansprechpartner & Orte

Wer bei welcher Frage zuständig ist – und wo die Histologiekurse stattfinden.

Modulsekretariat · Julia Leyfmanjulia.leyfman@charite.de · Tel. 450 576 372
Semesterkoordination · Dr. Axel Schunkaxel.schunk@charite.de · Sprechzeiten nach Vereinbarung
Histologie-SäleWilhelm-von-Waldeyer-Haus, Treppe 2 · Campus Charité Mitte

Modulverantwortliche

Dr. Volker Meske
Institut für Integrative Neuroanatomie
PD Dr. Jürgen Birnbaum
Klinik für Anästhesiologie & operative Intensivmedizin
Prof. Dr. Monika Ankele
Berliner Medizinhistorisches Museum
Annabel Marie Steiger
Studentische Modulverantwortliche (StuMv)

Material & Prüfung

Alle Ausarbeitungen, Anki-Decks, Fragenkataloge und Protokolle für das 2. Semester – inklusive der M5-relevanten Biochemie- und Biologie-Unterlagen – liegen gebündelt im Materialbereich des Semesters.

← Zurück zum 2. Semester
Startseite 2. Semester Modul 6
Modul 6 · 2. Semester

Gesundheit und Gesellschaft

Das „soziale" Modul des 2. Semesters. Hier geht es nicht um einzelne Organe, sondern um den Menschen in seinem Umfeld: wie Gesellschaft, Biographie und Psyche über Gesundheit und Krankheit mitentscheiden – und was das für eure spätere ärztliche Haltung bedeutet.

Wirkt „soft" – ist aber prüfungsrelevant.

Modul 6 ist genau das, was in der SMPP an der MedSoz-/MedPsych-Station abgefragt wird. Es lebt vom Verstehen und Einordnen, nicht vom stumpfen Auswendiglernen. Wer den drei roten Fäden folgt und an den Lernzielen bleibt, kommt sehr gut durch.

Worum geht es in Modul 6?

Krankheit und Gesundheit sind nie nur biologisch. Sie hängen ab von Geschlecht, sozialer Schicht, kultureller Herkunft, Lebensalter und Biographie – und sie sind in der Gesellschaft ungleich verteilt. Modul 6 stellt diese gesellschaftlichen, ökonomischen, demographischen sowie psychologischen und ethischen Fragen in den Mittelpunkt und bereitet euch so auf ein modernes Arzt-Patient-Verhältnis vor.

„…die Medicin ist eine sociale Wissenschaft, und die Politik ist weiter nichts, als Medicin im Grossen."

— Rudolf Virchow, 1848

Dieser Satz ist der Leitgedanke des Moduls. Er zieht sich durch alle drei Wochen – von historischen Krankheitskonzepten über soziale Ungleichheit bis zu Stress und Persönlichkeit.

Die vier Perspektiven des Moduls

Medizinische SoziologieUngleichheit, Netzwerke & Arzt-Patient-Beziehung
Medizinische PsychologiePersönlichkeit, Emotionen, Stress & Lernen
Sozialmedizin & GesundheitsökonomieGesundheitssystem, Demografie & Prävention
Geschichte & Ethik der MedizinKrankheitskonzepte im Wandel & ärztliche Verantwortung

Was du am Ende können sollst

  • Gesellschaftliche, ökonomische & demographische Rahmenbedingungen und ihren Einfluss auf Gesundheit, Krankheit und das System der Medizin erläutern.
  • Den Einfluss von Biographie & Persönlichkeit auf Gesundheit und Krankheit darlegen.
  • Psychosoziale Schutz- & Risikofaktoren für Gesunderhaltung, Krankheitsentstehung, -verlauf und -bewältigung identifizieren.
  • Die Bedeutung sozialer & geschlechtlicher Differenzierung beschreiben und Auswirkungen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit im ärztlichen Alltag erkennen.

Die drei Modulwochen

Modul 6 ist in drei Modulwochen gegliedert – jede mit einem eigenen POL-Fall als rotem Faden. Es geht von der Vielschichtigkeit von Gesundheit über Teilhabe & Ungleichheit hin zum einzelnen Menschen mit seiner Persönlichkeit und seinem Stress.

Woche1

Multidimensionalität von Gesundheit

POL 06-1 · „Eine Runde Uno"
biopsychosoziales ModellKrankheitskonzepte im Wandel · Lepra · Pest · SyphilisZellularpathologie → BakteriologieCholera · Koch vs. PettenkoferStrukturen des Gesundheitswesens · Ärztekammer · KV · G-BA · IQWiGGKV vs. PKV · soziale SicherungPrävention · primär/sekundär/tertiär · Ottawa-ChartaVerhaltens- vs. VerhältnispräventionKlimawandel & Gesundheitcircadiane Rhythmik & SchichtarbeitPraktikum SchlaflaborU-Kurs Thorax/Herz
Woche2

Teilhabe und Gesundheit

POL 06-2 · „Ist Gesundheit ein Menschenrecht?"
soziale Ungleichheit nach HradilKlassen-, Schicht- & Lebenslagenkonzeptvertikale vs. horizontale UngleichheitDiversität & IntersektionalitätMigration & Flucht · AsylbewerberleistungsgesetzKinderarmut · KiGGS · Latenz-/Kumulations-/PfadmodellKindeswohlgefährdung & KinderschutzAdipositas · Erwachsene & Kinderdemographischer Wandel · Grundbegriffesoziale Randgruppen · Obdachlosigkeit · SuchtArzt-Patienten-Modelle · paternalistisch/informativ/partnerschaftlichAdhärenz/ComplianceSprach- & Kulturmittler · KIT
Woche3

Individuum und Gesundheit

POL 06-3 · „Kindliche Bedürfnisse?"
Persönlichkeitsmodelle · Freud · Big Five (Costa & McCrae)Verhaltensstile · Repression-SensitizationBasisemotionen nach EkmanFurchtkonditionierungLifestyle Drugs · NeuroenhancementStresstheorie · HPA-Achse & CortisolVulnerabilitäts-Stress-KonzeptEntwicklung über die Lebensspanne · SOK-Modell (Baltes)Allgemeines Adaptationssyndromtransaktionale Stresstheorie (Lazarus) & Copingklassische & operante KonditionierungModelllernen (Bandura)soziale Unterstützung nach HouseAbhängigkeit & Stress · CAGE-Test

So lernst du am besten

M6 hat drei Lernfelder mit jeweils eigener Logik – so gehst du sie an:

📚 Soziologie & Gesundheitssystem
  • Begriffe & Konzepte sauber definieren: Schicht/Klasse/Lebenslage, GKV vs. PKV, Präventionsarten, Demografie-Grundbegriffe.
  • Genau das ist die MedSoz-Station der SMPP – früh dranbleiben.
  • Die Soziologie-Ausarbeitung ist eine sehr gute Grundlage.
🧠 Medizinische Psychologie
  • Modelle verstehen statt auswendig: Persönlichkeit, Stress, Lernen, Emotionen.
  • An Beispielen festmachen – Big Five, transaktionale Stresstheorie, Konditionierung.

Womit du lernst

Für Modul 6 gibt es zwei Anlaufstellen, mit denen du am effizientesten lernst – plus bewährte Lehrbücher.

Lehrbücher zur Vertiefung

Siegrist · Medizinische SoziologieStandardwerk: soziale Ungleichheit, Netzwerke, Gratifikationskrisen.
Strauß · Med. Psychologie & Med. SoziologiePersönlichkeit, Verhaltensstile & psychosoziale Grundlagen.
Hurrelmann · Lehrbuch GesundheitswissenschaftenPrävention & Gesundheitsförderung (Woche 1).
Knoll/Scholz/Rieckmann · GesundheitspsychologieStress & Gesundheit, Coping (Woche 3).
Franke · Modelle von Gesundheit und KrankheitVerschiedene Krankheitsmodelle (Seminar 1.2).
Richter · Gesundheitliche UngleichheitSoziale Determinanten & das Modell nach Hradil.

Kostenlos & ergänzend

WHO · Ottawa-Charta kostenlosOriginaltext zur Gesundheitsförderung (Pflichtlektüre Sem. 1.4).
RKI · Gesundheitsberichterstattung kostenlosDaten zu Migration, Ungleichheit & Versorgung (Vertiefung).

Lerntipps & Fallstricke

Ein paar Dinge, die in M6 erfahrungsgemäß den Unterschied machen:

🎤 Seminare gezielt nutzen
  • Die Dozent*innen der Seminare sind später oft auch eure SMPP-Prüfer*innen.
  • Genau die Fragen, die sie im Seminar stellen, und die Fakten, die sie betonen, können in der SMPP sehr hilfreich sein – also aufmerksam mitschreiben.
📖 Seminare vorbereiten
  • Einige setzen Texte voraus: Ottawa-Charta (Sem. 1.4), ZEIT-Artikel + Demografie-Glossar (Sem. 2.2).
  • Für die Stress-VL: Grundwissen zur HPA-Achse mitbringen.
M6 ist eure MedSoz-/MedPsych-Station in der SMPP.

In der Stationsprüfung wird Modul 6 als Station „MedSoz / MedPsych / Sozialmedizin" geprüft. Wer die Konzepte versteht statt nur auswendig lernt, ist hier klar im Vorteil – und tut sich auch in der MC-Klausur leichter.

Ansprechpartner & Orte

Wer bei welcher Frage zuständig ist.

Modulsekretariat · Julia LeyfmanModulsekretariat-Semester2@charite.de · Tel. 450 576 372
Semesterkoordination · Dr. Axel Schunkaxel.schunk@charite.de · Sprechzeiten nach Vereinbarung
Lehrplattform · Leon Salmon & Chris Braunrothmedien-lehre@charite.de · Tel. 450 676 164

Modulverantwortliche

Dr. Susanne Dettmer
Institut für Medizinische Soziologie & Rehabilitationswissenschaft
Prof. Dr. Christoph Heintze
Institut für Allgemeinmedizin
Prof. Dr. Meryam Schouler-Ocak
Psychiatrische Universitätsklinik (St. Hedwig Krankenhaus)
Jeanila Nafarieh
Studentische Modulverantwortliche (StuMv)

Material & Prüfung

Alle Ausarbeitungen, Anki-Decks, Fragenkataloge und Protokolle des 2. Semesters – inklusive der M6-relevanten MedSoz-/MedPsych-Unterlagen – liegen gebündelt im Materialbereich des Semesters.

← Zurück zum 2. Semester
Startseite 2. Semester Modul 7
Modul 7 · 2. Semester

Wissenschaftliches Arbeiten I

Das „Wissenschafts"-Modul des 2. Semesters – und es tickt anders als alle Module davor. Statt Organe und Krankheiten lernt ihr hier das Handwerk der Forschung: was Wissenschaft ausmacht, wie man Studien liest, wie Statistik funktioniert – und ihr führt eine eigene kleine wissenschaftliche Arbeit durch. Es ist das erste von drei Wissenschaftsmodulen (M7 → M23 → M37).

Keine klassische Klausur – dafür eine eigene Forschungsarbeit.

Modul 7 endet nicht mit einer typischen Prüfung. Stattdessen bearbeitet ihr in Vierergruppen eine wissenschaftliche Fragestellung und stellt sie in einem 10-Minuten-Vortrag vor. Diese Präsentation ist als Prüfungsäquivalent bestehensrelevant – sie muss bestanden werden.

Worum geht es in Modul 7?

Jede wissenschaftliche Idee beginnt mit einer Vermutung – einer Hypothese – und dem Mut, sie zu überprüfen. Genau das ist der Kern dieses Moduls: nicht behaupten, sondern nachsehen. Ihr lernt, wie man wissenschaftliche Fragen stellt, mit welchen Methoden und Studientypen man sie beantwortet, wie man Daten erhebt und statistisch auswertet – und wie man Ergebnisse kritisch beurteilt und verständlich präsentiert.

„Wenn ich nur behaupte, im Kühlschrank sei Bier, bin ich Theologe. Wenn ich nachsehe, bin ich Wissenschaftler."

— sinngemäß aus der Moduleinführung (nach Peter M. Kloetzel)

Dieses Bild zieht sich durch das ganze Modul: Wissenschaft ist ein überprüfbarer Erkenntnisweg – eine transparente Methode, mit der man die „Türen" zur Beantwortung einer Frage öffnet.

Die vier Schwerpunkte des Moduls

Studientypen & DesignsRCT, Kohorten-, Fall-Kontroll- & Querschnittstudien einordnen
Statistik & BiometrieDeskriptive Statistik, statistische Tests & SPSS
Methoden & EbMConfounding & Bias, Effektmaße, qualitative & quantitative Methoden
Gute wiss. Praxis & EthikWissenschaftstheorie, GWP & wissenschaftliches Fehlverhalten

Was du am Ende können sollst

  • Charakteristika und Ziele wesentlicher Forschungsfelder und Studienarten kennen und einander gegenüberstellen.
  • Die Schritte eines Forschungsprozesses beschreiben und unterschiedliche Forschungsmethoden vergleichen.
  • Methodik und Ergebnisse medizinischer Forschung beschreiben, analysieren und an Beispielen kritisch beurteilen.
  • Methoden der Datenerhebung mit ihren Grenzen kennen und Daten mit statistischen Verfahren auswerten.
  • Das Konzept für eine kleine wissenschaftliche Arbeit („Dies scientiae") entwickeln, durchführen und strukturiert präsentieren.

Die drei Modulwochen

Modul 7 ist in drei Wochen gegliedert: In den ersten beiden Wochen eignet ihr euch das theoretische und praktische Rüstzeug an, in der dritten Woche wendet ihr es in eurer eigenen kleinen wissenschaftlichen Arbeit an.

Woche1

Einstieg in die Wissenschaft

Grundlagen & erste Statistik
Was ist Wissenschaft?gute wissenschaftliche Praxis (GWP)wissenschaftliches FehlverhaltenBeobachtung vs. Experimentfachspezifische Methodik (Natur- vs. Sozialwiss.)medizinische Studientypen · Kohorte/Fall-Kontroll/QuerschnittBeobachtungs- vs. Interventionsstudiendeskriptive Statistik · Skalenniveaus, Lage- & StreuungsmaßePrinzip des statistischen Tests · Null-/Alternativhypothese, p-WertFragebogenkonstruktionFrom Bench to BedsideQualitätskontrolle im Labor · Sensitivität/Spezifitätsystematische Literaturrecherche · PubMed
Woche2

Methoden, Ergebnisse & Interpretationen

Tests, EbM & Auswertung
statistische Testverfahren · t-Test, Chi-QuadratKonfidenzintervall · Signifikanz vs. RelevanzConfounding & BiasSelektions- & Informations-BiasEffektmaße · Relatives Risiko, Odds Ratio, NNT/NNHPrävalenz & InzidenzNutzen & Risiken bewerten · RCT-Publikation lesen (CASP)qualitative Sozialforschungsubjektive Parameter · Reliabilität, Validitätklinische Forschungsmethoden · PICO/PEOMedizinische Informatikpraktische SPSS-AnwendungWie Wissen entsteht & verbreitet wird
Woche3

Kleine wissenschaftliche Arbeit

eigenes Forschungsprojekt
eigene wissenschaftliche FragestellungArbeit in Vierergruppen (Vortragsgruppen)Daten selbst erheben (Labor) oder vorhandenen Datensatz auswertenDatenauswertung mit dem GelerntenDer 10-Minuten-Vortrag · AMA-Richtlinien für Tabellen & AbbildungenThemen-Vorlesungen · Pathomechanismus, Gentherapie/CRISPRProbevorträgeAbschlusspräsentation · 10 Min + 5 Min FragenPeer-Feedback mit Beurteilungsbogen

Hinweis: Die Einführung in die kleine wissenschaftliche Arbeit findet für viele Gruppen schon in Woche 2 statt, damit ihr genügend Zeit zum Einstieg in euer Thema habt.

Die kleine wissenschaftliche Arbeit · DAS KERNSTÜCK

Sie ist die erste eigene Forschungsarbeit eures Studiums – und das Herzstück von Modul 7. Statt einer Klausur durchlauft ihr im Kleinen einen kompletten Forschungsprozess: von der Fragestellung über die Daten bis zur Präsentation.

So läuft sie abPrüfungsäquivalent · bestehensrelevant
  • 1
    Themenwahl vor Modulbeginn. Ihr wählt euer Forschungsthema schon vor Modulstart (über Moses); die genauen Fristen werden rechtzeitig bekannt gegeben. Zur Auswahl stehen aktuelle Themen aus den verschiedensten Forschungsbereichen der Charité.
  • 2
    Vierergruppen. Je vier Studierende bilden eine Vortragsgruppe und werden einer wissenschaftlich tätigen Einrichtung (Institut oder Klinik) zugeordnet, die das Thema betreut.
  • 3
    Daten in Woche 3. Ihr erhebt entweder selbst Daten (z. B. bei einer Laborarbeit) oder bekommt einen vorhandenen Datensatz (z. B. bei einer klinischen oder gesundheitswissenschaftlichen Arbeit) und wertet ihn mit dem Gelernten aus.
  • 4
    Probevorträge. Vor der Abschlusspräsentation übt ihr euren Vortrag und besprecht ihn mit euren Betreuer*innen.
  • 5
    Abschlusspräsentation. Die Vierergruppe präsentiert gemeinsam – max. 10 Minuten, danach 5 Minuten Fragen aus dem Publikum. Zusätzlich bewertet ihr die Vorträge von drei anderen Gruppen mit einem Beurteilungsbogen.
📌 Wichtig: Die Präsentation ist als Prüfungsäquivalent bestehensrelevant, wird aber nicht benotet – klärt Thema & Gruppe einfach früh. Inhaltlich zählt am Ende nicht das Thema, sondern dass ihr überhaupt präsentiert.

So lernst du am besten

M7 hat drei Lernfelder mit jeweils eigener Logik – so gehst du sie an:

📊 Statistik & Biometrie
  • Statistik baut aufeinander auf: erst deskriptive Statistik, dann das Prinzip des statistischen Tests, dann die Testverfahren.
  • Begriffe wirklich verstehen: p-Wert, Null-/Alternativhypothese, Signifikanz vs. Relevanz, Konfidenzintervall.
  • In den Seminaren mit SPSS selbst rechnen – nicht nur zuschauen.
🔬 Studientypen & Methoden
  • Die Studiendesigns sicher unterscheiden: RCT, Kohorte, Fall-Kontroll, Querschnitt – inkl. Vor- & Nachteilen.
  • Effektmaße berechnen & interpretieren: Relatives Risiko, Odds Ratio, NNT, Prävalenz/Inzidenz.
  • Confounding & Bias an Beispielen erkennen – das taucht überall wieder auf.
🎤 Wissenschaftliche Arbeit & Vortrag
  • Früh starten: Thema und Gruppe klären, sobald die Themenwahl offen ist.
  • Den 10-Minuten-Vortrag an der Struktur orientieren (Hintergrund → Methode → Ergebnis) und mit den Probevorträgen üben.
  • Sauberes Vorgehen schlägt das „perfekte" Ergebnis – darauf wird bewertet.

Womit du lernst

Für Modul 7 sind zwei Anlaufstellen entscheidend – plus die Statistik-Software und ein paar bewährte Lehrbücher.

Software & Datenbanken

SPSS · StatistiksoftwareIn den Statistik-Seminaren genutzt – früh damit vertraut machen.
PubMed kostenlosDie zentrale Datenbank für die systematische Literaturrecherche.
Web of ScienceWeitere Literaturdatenbank (über die Charité-Bibliothek).
LLP · lernziele.charite.dePersönlicher Stundenplan, Lernziele & Vorbereitung der Veranstaltungen.

Lehrbücher zu Statistik & Methodik

Weiß · Basiswissen Medizinische StatistikKompakter Klassiker – ideal als Begleitbuch durch die Statistik.
Bortz · Statistik für Human- & SozialwissenschaftlerAusführlicheres Standardwerk zur Statistik.
Schumacher · Methodik klinischer StudienStudiendesigns und ihre methodischen Grundlagen.
Oestreich/Romberg · Keine Panik vor Statistik!Locker geschrieben – gut für den Einstieg, wenn Statistik abschreckt.
Martens · Statistische Datenanalyse mit SPSSPraktische Begleitung für die SPSS-Seminare.
AMBOSS DE · YouTube kostenlosFreie Erklärvideos zu Statistik, Studientypen & EbM.

Lerntipps & Fallstricke

Das Wichtigste für M7 in Kürze:

⏳ Nutzt die freie Zeit für die SMPP
  • M7 hat keine MC- oder Stationsprüfung und lässt euch viel Luft – nutzt diese Zeit gezielt für die SMPP-Vorbereitung.
  • Vor allem Biochemie/Stoffwechselwege und andere Grundlagen aus dem 1. Semester wiederholen – genau das wird in der SMPP geprüft.
Keine Angst vor der Präsentation.

Die Abschlusspräsentation ist zwar bestehensrelevant (ihr müsst sie halten), wird aber nicht benotet. Solange ihr eine Präsentation abliefert, besteht ihr – es ist also nicht entscheidend, was genau ihr vortragt. Hauptsache, ihr macht mit.

Ansprechpartner & Orte

Wer bei welcher Frage zuständig ist.

Modulsekretariat · Jennifer MarruhnModulsekretariat-Semester2@charite.de · Tel. 450 576 392 · Mi 12–15 Uhr
Semesterkoordination · Dr. Johanna Balzjohanna.balz@charite.de · Tel. 450 576 326
Lehrplattform · Leon Salmon & Chris Braunrothmedien-lehre@charite.de · Tel. 450 676 164

Modulverantwortliche

Prof. Dr. Anne Berghöfer
Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie & Gesundheitsökonomie
Dr. Uwe Schöneberg
Institut für Biometrie & klinische Epidemiologie
Dr. Patrick Scheerer
Institut für Medizinische Physik & Biophysik
Laura Josefa Dippel
Studentische Modulverantwortliche (StuMv)

Material & Prüfung

Alle Zusammenfassungen zu Statistik & Studientypen, Anki-Decks, Fragenkataloge und Vortrags-Vorlagen liegen gebündelt im Materialbereich des 2. Semesters. Die bestehensrelevante Leistung in M7 ist die kleine wissenschaftliche Arbeit (kein MC/SMPP).

← Zurück zum 2. Semester
Startseite 2. Semester Modul 8
Modul 8 · 2. Semester

Blut und Immunsystem

Das erste Modul, das ein ganzes Organsystem behandelt – und gleich ein besonderes: Die Zellen von Blut und Immunsystem sitzen nicht an einem Ort, sondern sind im gesamten Körper unterwegs. Das Modul spannt den Bogen von den roten Blutzellen über die Blutgerinnung bis zum Immunsystem in Gesundheit und Krankheit.

Immunologie ist hier kein Nebenfach.

Modul 8 ist euer großer Hämatologie- und Immunologie-Block – und das letzte Modul vor den Prüfungswochen. Vieles baut aufeinander auf: Wer die Grundlagenvorlesungen zur zellulären & humoralen Immunität früh versteht, kommt durch Woche 3 und 4 deutlich leichter – und ist in SMPP und MC-Klausur klar im Vorteil.

Worum geht es in Modul 8?

Modul 8 ist das erste richtig klinische Modul – und zugleich das erste, das sich mit einem ganzen Organsystem beschäftigt. Und gleich ein ungewöhnliches: Die Zellen von Blut und Immunsystem lassen sich nicht auf eine umschriebene Organstruktur begrenzen, sondern kommen im gesamten Körper vor. Das Blut versorgt den Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen, transportiert Hormone, Gerinnungs- und Abwehrfaktoren – und ist damit zugleich eines der wichtigsten Diagnostika der Medizin. Das Immunsystem schützt vor Infektionen; gerät seine Regulation aus dem Gleichgewicht, entstehen viele innere Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Allergien und Immundefekte.

Immunologie hat an der Charité Tradition.

Viele Grundlagen der modernen Immunologie wurden hier erforscht – maßgeblich durch Emil von Behring, Robert Koch und Paul Ehrlich. Das Modul nimmt diesen Faden auf und zeigt die Immunologie sowohl im historischen Kontext als auch in der heutigen Forschung.

Die vier Säulen des Moduls

Erythrozyt & O₂-Transportrote Blutzellen, Hämoglobin & Anämie
Hämostase & GerinnungThrombozyten, Gerinnungsfaktoren & Fibrinolyse
Angeborenes ImmunsystemPhagozyten, Komplement & Entzündung
Erworbenes ImmunsystemT- & B-Zellen, Antikörper & MHC

Was du am Ende können sollst

  • Den normalen makro- & mikroskopischen Aufbau von Blut- und Immunsystem sowie seine Lage im Körper beschreiben.
  • Die Funktionen des gesunden Blut- und Immunsystems auf wissenschaftlicher Grundlage erläutern.
  • Einen Normalbefund in Anamnese & körperlicher Untersuchung erheben und von pathologischen Veränderungen abgrenzen.
  • Bei ausgewählten Erkrankungen morphologische & funktionelle Veränderungen beschreiben und Prinzipien von Diagnostik, Therapie und ärztlicher Betreuung herleiten.

Die vier Modulwochen

Modul 8 hat drei thematische Schwerpunkte, verteilt auf vier Wochen. Woche 1 dreht sich um die roten Blutzellen und den Sauerstofftransport, Woche 2 um die Blutgerinnung, Woche 3 und 4 um das Immunsystem – erst Aufbau & Funktion, dann seine krankhaften Zustände. Die ersten drei Wochen haben je einen eigenen POL-Fall als roten Faden.

Woche1

Blut – der Erythrozyt

POL 08-1 · „Müde bin ich…"
Erythropoiese & ErythropoietinHämoglobin & SauerstoffbindungskurveHämorheologie · BlutviskositätErythrozytenstoffwechsel · 2,3-BPG & PentosephosphatwegErythrozytenindices · Hb, Hkt, MCH, MCV, MCHCAnämieBlutentnahme & Präanalytikhämatologisches Mikroskopieren · DifferentialblutbildKIT SozialanamneseU-Kurs Abdomen
Woche2

Gerinnung / Hämostase

POL 08-2 · „Roter Tropfen"
primäre Hämostase · Thrombozytensekundäre Hämostase · GerinnungskaskadeFibrinolyse & Vitamin KGerinnungstests · Quick, aPTT, Protein CThrombozytopenie · ITPThrombose · Virchow-TriasTransfusionsmedizinPharmakologie · ASS, Heparin, Cumarine, DabigatranEisen- & HämstoffwechselEinführung Präparierkurs
Woche3

Aufbau & Funktion des Immunsystems

POL 08-3 · „Warmes Bein"
angeborene vs. erworbene Immunitätzelluläre & humorale Bestandteilezelluläre Immunität · T-Zellen, MHC, Zytotoxizitäthumorale Immunität · Antikörper & KomplementImmunrezeptoren & MHC-Vielfalt · somatische Rekombinationmikroskopische Anatomie der lymphatischen Organeinfektiöse Mononukleose · EBVAbschluss Allgemeiner U-Kurs
Woche4

Krankhafte Zustände & Therapie

immunologisches GedächtnisSelbsttoleranz & AutoimmunitätAllergien · Typ IImmundefekte · Antikörpermangelneutrophile GranulozytenEntzündung · Kardinalzeichen & ExsudateAkut-Phase-Reaktanten · CRP, IL-6, PCTder pathologisch veränderte LymphknotenVakzinierungImmunhämatologie · Bedside-Test & Kreuzprobe

Hinweis: Woche 4 hat keinen eigenen POL-Fall – das Modul umfasst drei POL-Fälle (08-1 bis 08-3).

So lernst du am besten

M8 hat sehr unterschiedliche Lernfelder – jedes will anders angegangen werden. Die Immunologie nimmt dabei den größten Raum ein.

🛡️ Immunologie
  • Die Grundlagenvorlesungen (angeborene/erworbene, zelluläre & humorale Immunität) sind die Basis für fast alles in Woche 3 & 4 – versteh sie früh.
  • Mit System: Zelltypen → Antikörper & Komplement → Antigenpräsentation & MHC → Gedächtnis & Toleranz.
  • Schütt/Bröker „Grundwissen Immunologie" ist die offizielle Begleitlektüre des ganzen Moduls.
🔬 Histologie & Mikroskopie
  • Zwei Histokurse: peripherer Blutausstrich (Differentialblutbild) und die lymphatischen Organe.
  • Aktiv mikroskopieren statt auswendig lernen – virtuelles Mikroskop der Charité & Atlanten nutzen.
  • Formanomalien der Erythrozyten (Eisenmangel vs. B12-/Folsäure-Mangel) und normale Leukozyten sicher erkennen.
🧬 Biochemie & Physiologie
  • Schwerpunkte: Erythrozytenstoffwechsel (2,3-BPG, Pentosephosphatweg), Eisen-/Hämstoffwechsel, Gerinnungskaskade, molekulare Immunologie (MHC, Immunglobuline).
  • Genau diese Themen sind SMPP-relevant (Biochemie-Station).
  • Mit den vorhandenen Ausarbeitungen & Anki-Decks arbeiten.
🩸 Gerinnung & Klinik verstehen
  • Primäre vs. sekundäre Hämostase sauber trennen.
  • Merksatz fürs Labor: der Quick reagiert empfindlicher auf Vitamin-K-Mangel/Cumarine, die aPTT empfindlicher auf Heparin.
  • Klinik (Thrombose, Thrombozytopenie, Transfusion) an den Patientenfällen festmachen.

Womit du lernst

Für Modul 8 gibt es zwei Werkzeuge, die du unbedingt nutzen solltest – plus die bewährten Lehrbücher zu Immunologie, Biochemie, Physiologie und Hämatologie.

Lehrbücher & Atlanten

Schütt/Bröker · Grundwissen ImmunologieDie offizielle Begleitlektüre des ganzen Moduls – kompakt & gut lesbar.
Janeway · ImmunologieDas Standardwerk zur Vertiefung der Immunologie.
Löffler · Basiswissen BiochemieErythrozyten- & Eisenstoffwechsel, Gerinnung & molekulare Immunologie.
Speckmann/Hescheler/Köhling · PhysiologieKapitel 6 (Blut): Erythropoiese, Hämorheologie & Hämostase.
Püschel · Taschenlehrbuch BiochemieKompakte Biochemie zu Blut, Eisen & Immunsystem.
Lüllmann-Rauch / Welsch · HistologieFür den histologischen Aufbau der lymphatischen Organe.
Freund/Heckner · Mikroskopische HämatologiePraktikumsbuch für den Blutausstrich-Kurs.
Kiefel/Mueller-Eckhardt · Transfusionsmedizin & ImmunhämatologieFür Transfusion & das Immunhämatologie-Praktikum.

Kostenlos & ergänzend

Your Amazing Immune System kostenlosAnschauliche Einführung ins Immunsystem (Pflicht-Vorbereitung, liegt in Moodle).
RKI · STIKO-Impfempfehlungen kostenlosHintergrund zum Seminar „Vakzinierung" (Empfehlung zur Vertiefung).
LLP · lernziele.charite.dePersönlicher Stundenplan, Lernziele & Vorbereitung jeder Veranstaltung.

Lerntipps & Fallstricke

Das Wichtigste für M8 in Kürze:

⚖️ M8 gegen die SMPP-Grundlagen abwägen
  • Nicht zu sehr ins Detail gehen – ein guter Überblick reicht, am besten mit Videos lernen.
  • M8 ist das letzte Modul vor der SMPP und wird dort deutlich weniger geprüft als die Stoffwechselwege (Biochemie aus dem 1. Semester).
  • Wägt deshalb ab, ob ihr die Zeit in M8 steckt oder lieber in die Grundlagen aus dem 1. Semester für die SMPP.
M8 ist das letzte Modul vor der SMPP.

In der SMPP zählen die Stoffwechselwege (Biochemie aus dem 1. Semester) deutlich mehr als der M8-Stoff. Wenn die Zeit knapp wird, haben diese Grundlagen Vorrang.

Ansprechpartner & Orte

Wer bei welcher Frage zuständig ist – und wo die Histologiekurse stattfinden.

Modulsekretariat · Julia LeyfmanModulsekretariat-Semester2@charite.de · Tel. 450 576 372
Semesterkoordination · Dr. Axel Schunkaxel.schunk@charite.de · Sprechzeiten nach Vereinbarung
Lehrplattform · Leon Salmon & Chris Braunrothmedien-lehre@charite.de · Tel. 450 676 164
Histologie-SäleWilhelm-von-Waldeyer-Haus · Campus Charité Mitte

Modulverantwortliche

Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen
Institut für Medizinische Immunologie (CVK)
Prof. Dr. Hartmut Kühn
Institut für Biochemie
Prof. Dr. Jörg Westermann
Klinik für Hämatologie, Onkologie & Tumorimmunologie (CVK)
Christian Schults
Studentischer Modulverantwortlicher (StuMv)

Material & Prüfung

Alle Ausarbeitungen, Anki-Decks, Fragenkataloge und Protokolle des 2. Semesters – inklusive der M8-relevanten Biochemie- und Anatomie-Unterlagen – liegen gebündelt im Materialbereich des Semesters.

← Zurück zum 2. Semester
Startseite In Vorbereitung

Dieser Bereich wird gerade aufgebaut

So wie das 2. Semester wird jeder dieser Bereiche aussehen: mit Überblick, Prüfungen, Materialien und Tipps. Wir arbeiten Semester für Semester daran.

Zum fertigen 2. Semester →